Garbátyplatz: Neubau erhält eine hellere und bunte Fassade!

Veröffentlicht am 24.11.2012 in Stadtentwicklung

In den letzten Wochen und Monaten gab es viele Diskussionen über den hässlichen schwarzen Klotz, der auf dem Garabátyplatz errichtet wird. Bereits von Weitem ist dieser Neubau als in seiner Erscheinung wenig gelungen zu erkennen. Direkt vor Bahnhof Pankow entsteht durch die dunkle und triste Gestaltung ein zusätzliches Gefühl der räumlichen Enge, mindestens ein gefühlter städtebaulicher Missstand. Deshalb haben sich die Mitglieder des Arbeitskreises Stadtentwicklung und Verkehr der SPD Pankow und die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung und Grünanlagen der BVV Pankow mit diesem Thema befasst. Die zahlreichen Beschwerden der Pankowerinnen und Pankower wurden somit aufgegriffen und das Bezirksamt zum Handeln aufgefordert. In der Sitzung des Ausschuss für Stadtentwicklung und Grünanlagen am 22.11.2012 berichtete Bezirksstadtrat Kirchner über ein intensives Gespräch mit dem Eigentümer, in dessen Ergebnis vereinbart wurde, dass die Fassadengestaltung noch mal vollständig geändert wird und dabei die mit der Baugenehmigung festgelegte helle und farbenfrohe Gestaltung der Fassadengestaltung zur Anwendung kommt.

Das Gebäude auf dem Garbátyplatz konnte errichtet werden, da es im sogenannten unbeplanten Innenbereich liegt, in dem nach § 34 Baugesetzbuch Neubauten zulässig sind, die sich nach Art und Nutzung in die Umgebung einfügen. Das ist bei diesem Gebäude der Fall. Außerdem ist eine derartige Bebauung des Garbátyplatzes auch im Sanierungsplan des Sanierungsgebietes Wollankstraße aus den 1990er Jahren vorgesehen, sodass grundsätzlich eine Baugenehmigung zu erteilen war.

Dennoch hat sich der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftförderung der BVV Pankow – wie er in der letzten Wahlperiode noch hieß – im Genehmigungsverfahren ausführlich mit diesem Neubau befasst und im Verfahren auf diverse kleinere Änderungen hingewirkt. In diesen Beratungen war stets eine andere – nämlich hell und mit bunten Elementen versehene – Fassadengestaltung Gegenstand der Pläne und der Debatte.

Es kann nicht sein, dass von einer erteilten Baugenehmigung einfach abgewichen wird. Es ist daher sehr gut, dass das Bezirksamt konsequent handelt und der Eigentümer nun doch die ursprüngliche Planung umsetzen wird. Ob das in den anvisierten zwei Wochen gelingt, darf allerdings bezweifelt werden. Ich lasse mich aber gerne positiv überraschen und freue mich über die getroffene Entscheidung zur Umgestaltung der Fassade und zur Rückbesinnung auf die vereinbarte Planung. Warum denn nicht gleich so? Dennoch ist eines klar: Eine gute Nachricht für alle Pankowerinnen und Pankower!

 

Homepage Roland Schröder